Markus 1, 21-39

HERZENSBOTSCHAFT

Teil 5

Jesus tritt am Sabbat öffentlich in der Synagoge auf. Dieser Schritt dorthin zu gehen, das Wort zu ergreifen und lehren ruft selbstverständlich eine Reaktion hervor. Ein Lehrer, ein Sprecher, der sich vor Zuhörer stellt, erwartet eine Reaktion. Einige Übersetzungen benutzen zur Beschreibung der Reaktion verschiedene Attribute wie Verwunderung oder auch Erstaunen, Betroffenheit oder sogar Entsetzen. In jedem Fall war klar, dass sein Reden mit Vollmacht geschah und mit Kraft untermauert war und heute immer noch ist.

Es gab aber nicht nur „menschliche“ Reaktionen, sondern auch die übernatürliche Welt reagiert.
Ein Dämon meldet sich in der Synagoge zu Wort. Der Dämon identifiziert Jesus als
„den Heiligen Gottes“. Jesus gestattet es dem Geist nicht ihn öffentlich zu machen. Er gebietet dem Geist den Mann zu verlassen, was dieser dann auch widerwillig tut.
Im Lukas Evangelium (Lk4,35) steht noch der Zusatz, dass der Dämon dem Mann keinen Schaden zufügte. Außerdem sagt Lukas, dass sich Furcht unter den Anwesenden ausbreitete.
In Joh7,46 sind es Menschen die bezeugen: „Noch nie hat ein Mensch so geredet, wie er!“

Schon hier am Anfang lässt Jesus keinen Zweifel daran, dass mit ihm etwas kommt, was eine Reaktion erfordert.

In unserem heutigen modernen westlichen Denken und auch in der Lehre der Gemeinde kommen Dämonen und geistliche Auseinandersetzungen mit menschenfeindlichen Mächten nur noch selten vor. Dennoch ist es eine Realität, der wir uns stellen müssen. Wir haben etliche Stellen in der Bibel, in denen beschrieben ist, dass Dämonen Menschen oder sogar Tiere als Behausung verwenden. Wer dies als Fabel oder Erklärung wissenschaftlich unerforschter Phänomene abtut begeht einen Fehler, denn die geistliche Welt ist real. Der fehlende Zugriff rechtfertigt nur den kläglichen Versuch die Haltung zu untermauern in der es heißt, dass nicht sein kann, was nicht sein darf.

Jesus lässt keinen Zweifel daran, dass er ebenfalls in diesem Teil der Realität die absolute Autorität besitzt. Was er sagt muss geschehen. Der Dämon muss gehorchen. Interessant ist auch, dass der Dämon in Einzahl und Mehrzahl spricht. „Bist Du gekommen um uns zu vernichten“ und „Ich weiß wer Du bist“ Er spricht über eine Gattung (Dämonen) und über sich selbst (Ich).

Der Dämon kennt Jesus und bezeichnet ihn als den „Heiligen Gottes“. Jesus lässt nicht zu, dass ein Dämon für ihn unter den Menschen Reklame macht und verbietet ihm zu reden.

Nach dem Verlassen der Synagoge geht es in den privaten Bereich des Simon(Petrus) und Andreas. Als sie dort ankommen erzählen sie Jesus von der kranken Schwiegermutter. Interessant ist, dass eine Frau von Petrus nirgends auftaucht?! Es wird hier in einem Atemzug genannt, dass Jesus sie aufrichtet, das Fieber die Frau verlässt und sie anfängt zu dienen. Das ist, so glaube ich, auch vollkommen normal. Die heilende Kraft zu empfangen und daraufhin Jesus dienen zu wollen ist ein natürlicher Vorgang.

Am Ende des Tages geht Jesus vor die Tür auf die Straße und findet jede Menge Menschen vor, die Hilfe brauchen. Jesus dient ihnen. Er heilt, richtet auf, Treibt Geister aus und begegnet Menschen, wo sie Hilfe brauchen. Was für ein Tagesablauf.

Herzensbotschaft:

Markus 1,16-20

HERZENSBOTSCHAFT

Teil 4

Jesus beruft seine ersten Jünger. In den Schilderungen von Markus kann sich das so anhören, als wenn Jesus an diesen Männern vorbeigegangen wäre und die Berufung zur Nachfolge spontan passierte. Um so mehr würde es mich erstaunen, wenn sie tatsächlich auf diesen Zuruf ihr Geschäft, ihre Lebensgrundlage, und ihre Familien zurückgelassen hätten.

Tatsächlich war es aber so, dass jeder einzelne dieser von Jesus berufenen Männer eine eindrückliche Begegnung mit Jesus hatte, bevor das so passierte. In Joh1,35-42 berichtet Johannes, dass Andreas, der Bruder von Simon (Petrus) Jesus nachgegangen war, nachdem er von Johannes d.T. gehört hatte, was er über Jesus gesagt hatte. Als Jesus den Andreas und einen weiteren Mann, der nicht namentlich genannt wird anspricht lädt Jesus die beiden ein, Zeit in seinem privaten Umfeld mit ihm zu verbringen. Nach dieser Begegnung ist es für Andreas bereits klar, dass sie den Messias, den Retter auf den die ganze geistliche Nation wartete, gefunden haben. Denn so erzählt er es seinem Bruder Simon (Petrus).

Darüber hinaus lesen wir in Lk 5,1-11 dass Jesus sich von Petrus hat mit seinem Boot ein Stück vom Land hat auf den See fahren lassen, um zu einer größeren Volksmenge zu sprechen. Daraufhin weist er den Simon an, noch einmal die Netze ins Wasser zu werfen, obwohl sie die ganze Nacht vorher nichts gefangen hatten. Er tut es und fängt Fische ohne Ende. Dann rufen sie andere Fischer um Hilfe und so haben auch Jakobus und Johannes Anteil an diesem Erlebnis, weil sie ebenfalls helfen die Fische an Land zu bringen.

Was wir daran sehen können ist, dass es ohne persönliche Begegnung keine Nachfolge gab und gibt!

Persönliche Begegnungen mit Jesus leiten in die Nachfolge – manchmal sind es sogar persönliche Wunder!

Herzensbotschaft:

So wie bei den Jüngern ist es auch heute noch: Wer eine persönliche Begegnung hat, lässt sich von IHM in seine Nachfolge berufen.

Markus 1,14-15

HERZENSBOTSCHAFT

Teil 3

Mk 1,14 Nachdem aber Johannes gefangengenommen worden war, kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes
Mk 1,15 und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!

Johannes der Täufer wurde gefangengenommen, weil er mit der Wahrheit, die er aussprach auch vor den Mächtigen seiner Zeit nicht halt machte. Unbequem war er und deshalb musste er weg.

Jesus nimmt, so scheint es, seinen Platz ein und fängt an zu lehren, indem er das fortsetzt, was Johannes begonnen hat und ruft zur Buße auf.

Aufruf ohne Drohung

Egal wann und wo ich die Aufforderung zur Buße in meinem Leben gehört habe, lag darin immer eine offene oder zumindest durchscheinende Drohung in diesen Worten. Manches Mal auch mehr oder weniger deutlich in der Kommunikation durch den, der diese Botschaft vermittelte.

Das war bei Jesus – und auch vorher schon bei Johannes – definitiv nicht der Fall. Die Adressaten ihrer Reden standen unter der Herrschaft der Römer, die Gewalt, Angst und Unterdrückung als Mittel ihrer Herrschaft anwendeten. Jesus verkündet, dass die Herrschaft Gottes nah herbei gekommen ist. Er verkündet einen gerechten König und ein Reich, in dem die Hörer nicht mehr die geknechteten und Unterdrückten sein werden.

In diesem Zusammenhang ist der Aufruf zur Buße und der Ruf zum Glauben ein Aufruf zu einer Haltung der Hoffnung, die bei vielen sicher schon verlorengegangen war. Der Glaube an einen gerechten König, der sein Reich aufrichten will wird bei den Hörern wiederhergestellt.
Dieser Glaube sorgt dafür dem kommenden König nicht mit Scham begegnen zu müssen, sondern dessen Wohlgefallen ernten zu wollen. Die Buße sorgt für eine neue innere Aus- und Aufrichtung der Hingabe auf ein Königreich, auf dass sich alle freuten!

Interessant, wie sich die Positionen von Hörern, ja nach äußeren Umständen ändern können. In unserer Zivilisation und kulturellem Umfeld hört sich der Aufruf zur Buße an, wie eine Drohung. Es droht sofort der Verlust der so hoch bestimmten „Freiheit“. Selbstbestimmung ist das höchste Gut unserer Zeit. Ich und mein Wille bestimmt mein Leben.

Echt jetzt? Du glaubst das?

Zugegeben: Es bedarf schon einer sehr großen Portion an Ehrlichkeit diesen Selbstbetrug loszulassen. Ich und auch Du sind am laufenden Band in der Abhängigkeit von Umständen, Einflüssen und Machtverhältnissen, die wir nicht ändern können. Dabei habe wir die übernatürliche Welt noch nicht einmal berührt. Die kommende Herrschaft Gottes ist für mich genau so Evangelium – also im wahrsten Sinne des Wortes Freudenbotschaft- wie für die Menschen damals. Ich möchte Gott Ehre machen mit meinem Leben.

Herzensbotschaft:

Die Verkündigung von der Herrschaft Gottes ist eine Freudenbotschaft über das Kommen einer Herrschaft, in der wirkliche Gerechtigkeit herrscht. In der Verkündigung von Jesus, war Buße und die Ankündigung der Herrschaft Gottes niemals eine Drohung. Das ist es auch bis heute nicht. Auch dann nicht, wenn die Kirche in der Zwischenzeit Buße mit der Drohung mit der Hölle verbunden untrennbar hat.

Markus 1,12-13

HERZENSBOTSCHAFT

Teil 2

Bibeltext aus Markus 1,12-13:
Und sogleich treibt ihn der Geist in die Wüste hinaus. Und er war 40 Tage dort in der Wüste und wurde von dem Satan versucht; und er war bei den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm.

Versuchungen und Kämpfe sind Jesus nicht fremd

Die Situation obige Situation wir ebenfalls im Matthäus- und Lukas Evangelium geschildert. Bei Markus fällt sie sehr knapp aus.

Einer der interessantesten Aspekte ist, dass alle 3 Evangelien berichten, dass Jesus von Geist in die Wüste geführt werden. Mk sagt sogar, dass Jesus vom Geist getrieben wurde.
In Mt4,1 ist formuliert, dass diese Zeit in der Wüste den Zweck hatte, dass Jesus vom Teufel versucht wird. Es liest sich so, als wenn Jesus nachdem er 40 Tage gefastet hatte zum Schluss hungrig ist und dann „der Versucher“ sprich Satan selbst zu ihm tritt und ihn auf die Probe stellt.
Bei Lukas ist es klar so formuliert, dass Jesus die kompletten 40 Tage lang vom Satan versucht wird. Das ist eine unfassbar lange Zeit des Standhaltens und der Stabilität im Glauben. Satan ist bei seinen Angriffen niemals plump, dumm oder leicht zu durchschauen.

In Eph 6,11 werden wir als Kinder Gottes gewarnt vor den listigen Kunstgriffen des Teufels. Wir dürfen also ernsthaft davon ausgehen, dass diese Versuche Jesus zu Sünde zu verführen für Jesus kein lästiger Spaziergang war, sondern echter geistlicher Kampf. Wir dürfen sehen, dass Jesus auf Kurs bleibt. Satan lässt nichts unversucht.

  • Er spricht den menschlichen Stolz an: Bist Du Gottes Sohn dann…
    Gleichzeitig stellt er damit auch die Zusage Gottes bei der Taufe Jesu in Frage, als Gott zu Jesus gesagt hatte: „Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe“.
  • Satan stellt das geistliche Urteilsvermögen auf die Probe, als er Jesus auffordert sich vom Dach des Tempels zu stürzen.
    Der Teufel hat dabei keine Angst davor die biblischen Schriften zu zitieren. Er ist ein Meister darin das Wort Gottes zu zitieren und Aussagen in falsche Zusammenhänge zu setzen. Jesus antwortet ihm wiederum mit einem Zitat im korrekten Kontext.
  • Die letzte Versuchung spricht das menschliche Ego, die Habsucht und Geltungssucht der menschlichen Natur an. Satan zeigt ihm alle Reiche dieser Welt und er verspricht Jesus dies alles zu geben, wenn er die Seite wechselt. Auch hier bleibt Jesus standhaft und erweist dem Vater die Treue.

Wir können sicher nicht nachvollziehen, was es Jesus an Kraft gekostet hat, in dieser Phase der körperlichen Schwäche in der Spur zu bleiben. Uns darf es ein Trost und ein Ansporn sein zu wissen, dass Jesus auch diesen Weg gegangen ist, um uns ein Beispiel zu sein. So ist es auch im Hebräerbrief gesagt:

Hebr 4,15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben könnte mit unseren Schwachheiten, sondern einen, der in allem versucht worden ist in ähnlicher Weise [wie wir], doch ohne Sünde.

Jesus weiß genau, was es bedeutet in Versuchung zu geraten und er kennt die Kämpfe, die wir ausfechten müssen, wenn wir uns entscheiden müssen auf dem Weg zu bleiben.
Paulus schreibt im 1. Korintherbrief, dass die Versuchung zur Sünde nur so weit zugelassen werden, wie wir sie auch ertragen können. Das ist ein wirklicher Trost.

1Kor 10,13 Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu; er wird nicht zulassen, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, so daß ihr sie ertragen könnt.

Herzensbotschaft:

Jesus kennt unsere Kämpfe und er kennt die Angriffe gegen uns nur zu genau. Er kann uns in allem beistehen, weil er weiß, wie es sich anfühlt und kennt auch die Schlüssel um Durchhalten zu können. Am Ende dienen Jesus die Engel. Er hat auch für Dich mit Deinen Kämpfen einen guten Ausgang vorbereitet. Bleib stark und bleib dran!

Markus 1,1-11

HERZENSBOTSCHAFT

Teil 1

Markus beginnt seinen Bericht wie eine Zeitungsschlagzeile und lässt damit keinen Zweifel am Inhalt und auch seiner Absicht. Er will Jesus als den Sohn Gottes proklamieren und bekanntmachen.

Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes

Mk1,1

Markus lässt alle Begebenheiten rund um die Geburt, Kindheits- und Jugendzeit von Jesus weg und beginnt mit dem Zeitpunkt, an dem Jesus öffentlich in Erscheinung tritt. 

Elisabeth, die Mutter von Johannes und Maria, die Mutter von Jesus, waren miteinander verwandt. Auch an der Geburt von Johannes war Gott maßgeblich beteiligt, weil es hieß dass Elisabeth unfruchtbar ist und sie schon älter war, als sie mit Johannes schwanger wurde.
Die Begegnung der werdenden Mütter wird in Lk1,39 ff beschrieben.

Johannes war ein auserwählter Prophet von Anfang an und er ließ keinen Zweifel daran, dass jemand nach ihm kommen wird, der größer werden wird als er selbst.

Zur Begebenheit: Jesus kommt zu Johannes um sich taufen zu lassen. Hier beginnt sofort eine theologische Diskussion unter der Fragestellung: „Hatte Jesus es nötig sich taufen zu lassen?“. Wenn es sich, wie geschildert um eine Taufe zur Vergebung der Sünden handelte, die dann auch bei den betreffenden Täuflingen auf ein Bekenntnis der Sünden hin vollzogen wurde, dann sicherlich NICHT.

In Mt3, 13 ff lesen wir, dass Johannes zuerst die Taufe verweigern wollte. Er entgegnet, dass er es nötig habe von Jesus getauft zu werden und dann sagt Jesus: „Lass es jetzt geschehen, damit alle Gerechtigkeit erfüllt werde“ 

Es ging in diesem Fall darum, dass auch Jesus sich in diesem Rahmen dem unterordnete, was allen anderen Menschen in ihrem geistlichen Leben gegeben war: Eine Unterordnung unter Gottes Ordnung für diese Zeit: Das Wort eines offensichtlich geisterfüllten, von Gott berufenem Propheten.

Jetzt geschieht es: Als Jesus aus dem Wasser steigt, öffnet sich der Himmel und der Geist kommt, wie eine Taube, auf ihn herab und eine Stimme – übernatürlich, aus dem Himmel – bezeugt die Identität von Jesus.
DU BIST MEIN GELIEBTER SOHN, an Dir habe ich Wohlgefallen.
Diese Aussage aus dem Himmel is sicher sowohl für Jesus als auch für die Menschen um ihn herum gleichermaßen wichtig.

Hier ist es die erste Begebenheit, an der Jesus als der Sohn Gottes von einer übernatürlichen Stimme vom Himmel her als Geliebter Sohn (Gottes) „geoutet“ wird.

Herzensbotschaft:

Als Leser werden wir sofort herausgefordert diese Begebenheit zu glauben. Es ist ein Bericht, der wie von einem Augenzeugen berichtet wird. Die Frage, die sich aufdrängen muss ist: Sollte es tatsächlich passiert sein, dass Gott selbst übernatürlich in diese Situation nach der Taufe von Jesus für alle unüberhörbar hineinspricht? Die Form lässt keinen Zweifel zu und fordert uns zum Glauben heraus.

Jesus (besser) kennenlernen

In dieser Reihe möchte ich gerne mit Euch einen Weg gehen durch das Leben von Jesus und uns vom Markus Evangelium an die Hand nehmen lassen.
Es ist dabei nicht mein Anspruch, dass es meine Gedanken oder Ausführungen sind, die dabei maßgeblich sind und im Vordergrund stehen, sondern dass Gott mit seinem Geist Raum bekommt und sich selbst uns vor Augen stellen kann.

Alleine der Verfasser ist es Wert

betrachtet zu werden.

Schon beim Betrachten von der Person von Johannes Markus, der mit hoher Wahrscheinlichkeit der Verfassers des Markus Evangeliums (MK) ist, stellt sich eine Person und eine Sachlage vor unsere Augen, die es sich anzuschauen lohnt.

Markus war ein Neffe von Barnabas. Die Mutter des Markus hatte ein Haus in Jerusalem und es gibt Anhaltspunkte dafür, dass es das Haus war, in dessen Obersaal sich die Jünger an Pfingsten aufgehalten haben. Jedenfalls ist uns berichtet, dass Petrus zu ihrem Haus ging, nachdem er von einem Engel aus dem Gefängnis befreit worden war. (Apg 12,12)

Markus war also im Bereich der Jünger und der ersten Gemeinde keine unbekannte Person. Als Barnabas und Paulus gesammelte Hilfsgüter nach Jerusalem und Umgebung gebrachte hatten, gingen sie nach Antiochia und nahmen den Markus mit und so wurde er auch dort schon als Mitarbeiter in die Gemeindearbeit mit hinein genommen.Barnabas und Paulus nehmen Markus auf die erste Missionsreise als Mitarbeiter mit. (Apg13,5)
Er muss also das Vertrauen der Apostel und der Gemeinde gehabt haben. Sicher waren auch eine gewisse charakterliche und geistliche Reife für diese Auswahl Voraussetzung.

Allerdings trifft er nach einiger Zeit die Entscheidung nicht weiter mitzugehen und kehrt nach Jerusalem zurück. (Apg13,13)
Es wird kein Wort darüber gesagt, warum er zurückkehrte.
Barnabas will ihn beim Aufbruch zur zweiten Missionsreise wieder mitnehmen. Paulus aber definitiv nicht! Daran kann sicherlich abgelesen werden, dass sein Abgang bei der ersten Reise nicht ganz „spannungsfrei“ war.

Apg 15,36 Nach etlichen Tagen aber sprach Paulus zu Barnabas: Laß uns wieder umkehren und in all den Städten, in denen wir das Wort des Herrn verkündigt haben, nach unseren Brüdern sehen, wie es um sie steht!
Apg 15,37 Barnabas aber riet dazu, den Johannes, der Markus genannt wird, mitzunehmen.
Apg 15,38 Paulus jedoch hielt es für richtig, daß der, welcher in Pamphylien von ihnen weggegangen und nicht mit ihnen zu dem Werk gekommen war, nicht mitgenommen werden sollte.
Apg 15,39 Deshalb entstand eine heftige Auseinandersetzung, so daß sie sich voneinander trennten; und Barnabas nahm Markus zu sich und fuhr mit dem Schiff nach Zypern.
Apg 15,40 Paulus aber wählte sich Silas und zog aus, von den Brüdern der Gnade Gottes anbefohlen.

…eine heftige Auseinandersetzung – darüber, ob Johannes Markus noch eine Chance bekommt oder nicht…
Sogar so heftig, dass es zu einer Trennung zwischen Barnabas und Paulus kommt. Gott ist ein Gott der zweiten Chance – Menschen haben nicht immer diesen Charakter jemandem eine zweite Chance zu geben. Auch in der Gemeinde nicht. Barnabas ist hier ein Vorbild.

Markus wird zu einem solchen Vorbild, weil er eine zweite Chance bekommt und sogar vortrefflich von Gott gebraucht wird.

Markus wird letztlich Schreiber des Evangeliums (vom Heiligen Geist inspiriert). Aber nicht nur das, sondern auch wichtiger Wegbegleiter für andere – u.a. auch für Paulus, der ihn abgelehnt hatte. Denn dass Versöhnung stattgefunden hat, sehen wir in 2Tim 4,11:

2Tim 4,11 Nur Lukas ist bei mir. Nimm Markus zu dir und bringe ihn mit; denn er ist mir sehr nützlich zum Dienst.

Es ist möglich, dass Markus als Begleiter von Paulus mit ihm nach Rom gekommen ist und dort auch noch mit Petrus zusammen war. Aus 1Petr5,13 lässt sich schließen, dass Markus zuletzt Begleiter des Petrus in Rom war. Vielleicht hat er auch dort das Markus Evangelium geschrieben.

An Johannes Markus begeistert mich, dass er nicht aufgegeben hat. Auch dann nicht, als er einmal gepatzt hatte und selbst dann nicht, als einer seiner Leiter ihn ablehnte! Gib nicht auf! Egal was andere zu oder über Dich sagen.

nach langer Überlegung…

…über welchen Kanal einige meiner Herzensbotschaften an die Öffentlichkeit gelangen sollen, habe ich mich nun für diese Webseite entschieden.

Wenn die Inhalte dieser Beiträge auch Dein Herz berühren, wie sie es bei meinem getan haben, dann ist es mir eine echte Freude.

Es ist mir absolut klar, dass es nicht viele interessiert, was in meinen Gedanken und in meinem Herzen vorgeht. Deswegen wähle ich bewusst keine Social-Media Plattform.
Ganz herzliche Grüße

Uwe