Markus 6, 31-32

Herzensbotschaft

Teil 28

Die Apostel versammeln sich bei Jesus. Sie erstatten Bericht von ihrer Tätigkeit.
Was man hier sofort wahrnimmt ist, dass dies kein Sonntagsausflug gewesen ist, sondern da wo die Kraft Gottes wirkt, da kann das Diener sein zum Stressjob werden. Wenn Leute die Chance sehen eine Berührung von Gott zu bekommen, dann wird einfach nicht lockergelassen. Nicht einmal Pausen zum Essen waren drin.

Menschen verlangen viel ab, wenn sie Hilfe für ihre Not bekommen können.
Das erste was Jesus tut, nachdem sie berichtet hatten, war ihnen eine Pause zu verschaffen.

Mk 6,31        Und er sprach zu ihnen: Kommt ihr allein abseits an einen einsamen Ort und ruht ein wenig! Denn es waren viele, die gingen und kamen, und sie hatten nicht einmal Zeit zu essen.

Jesus ist Anlaufpunkt – auch nach getaner Arbeit!

Lk 9,10         Und die Apostel kehrten zurück und erzählten ihm alles, was sie getan hatten. Und er nahm sie zu sich und zog sich zurück an einen einsamen Ort bei der Stadt, die Bethsaida heißt.

Der Auftrag an die Jünger, als Gesandte (Apostolos) war klar definiert. Die Aufgabe war erst dann erfüllt, wenn der entsprechende Abschlussbericht an den Sender ergangen war. So war es für einen Gesandten bekannt und so war die übliche Vorgehensweise.

So hat es übrigens bis Heute Kontinuität = Als ausgesandte Jünger bleiben wir bis zur Wiederkunft Jesu in der Rechenschaftspflicht. Der Botenbericht ist der Abschluss des Sendungsauftrages, so lange bleiben wir in der Pflicht eines Gesandten.

Die Jünger lehrten, sie heilten und sie trieben Dämonen aus in der Vollmacht des aussendenden Herrn und wir stehen in der gleichen Verpflichtung zu tun, was er uns aufgetragen hat.

Lk 10,16       Wer euch hört, hört mich; und wer euch verwirft, verwirft mich; wer aber mich verwirft, verwirft den, der mich gesandt hat.

Auftraggeber, Ausrüster und Anlaufpunkt für Mitarbeit und Dienst ist Jesus selbst

Das gehen zu Jesus nach getaner Arbeit ist so wichtig, wie die Sendung selbst. Jesus ist nicht nur Sender, sondern auch Belohner und (Ver)Sorger. Jesus verordnet die Pausen. Jesus versammelt seine Jünger nach Aussendung und Rückkehr wieder in seine Nachfolge

Mk 6,31        Und er sprach zu ihnen: Kommt, ihr selbst allein, an einen öden Ort und ruht ein wenig aus! …

Das erneute BEI – IHM – SEIN hat seinen unbedingten Platz, weil sonst Gedanken und Löcher nach dem Dienst entstehen, die fehlgeleitet gefüllt werden –> Postpastorale Depression

Hebr 4,10     Denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ist auch zur Ruhe gelangt von seinen Werken wie Gott von seinen eigenen.
Hebr 4,11     Laßt uns nun eifrig sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand nach demselben Beispiel (das des Volkes Israels in der Wüste) des Ungehorsams falle!

Herzensbotschaft:

Es ist nicht nur Gottes Anliegen, dass „der Job erledigt wird“. Das Wohlergehen seiner Diener ist ihm genauso wichtig. Gott selbst hat nach getaner Arbeit von seinen Werken geruht und Pausen geschaffen. Die richtige Regeneration passiert in seiner Gegenwart!